Berufsbildung nach dem Schulabschluss

Ohne anerkannte Berufsausbildung haben junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt in Rumänien kaum eine Chance auf eine Anstellung. Es gibt aber kaum Möglichkeiten, besonders in ländlichen Gebieten. Vor rund drei Jahren haben sich deshalb ein paar engagierte Menschen aus der Waldorfschule und unserem Verein zu einer Projektgruppe zusammengetan und beschlossen, eine Ausbildungswerkstatt mit Berufsschule zu realisieren.

Ein erstes wichtiges Ziel ist inzwischen erreicht: Die Ausbildungswerkstatt steht und ist in Betrieb. Sie konnte dank grosszügigen Sponsoren- und Spenderbeiträgen und viel ehrenamtlichem Engagement interessierter Menschen realisiert werden. Bereits sind zwei Arbeitsplätze besetzt: Der gelernte Metallbauer und Kunstschmied Jeremias Beljung und Ilie Cimpoier als angelernter Handwerksgehilfe haben die Werkstätte eingerichtet und bereits mehrere grössere und kleinere Kundenaufträge ausgeführt. Darunter einen eigentlichen Grossauftrag für die Firma SAG in der Schweiz.

Damit die Werkstätte produktiv tätig sein und Kundenbeziehungen eingehen kann, braucht es eine Firma, vergleichbar der GmbH nach Schweizer Recht. Die Firma, welche die Werkstätte in Rosia nun führt, heisst "ecoArt". Gesellschafter dieser Firma sind wir, unser Schweizer Verein. Die Firma ecoart hat sich als "Sozialfirma" konstituiert.

Das nächste grosse Ziel ist nun, zusammen mit der Gemeinde- und der Waldorfschule den schulischen Teil der Berufsausbildung zu planen und zu realisieren – die Berufsschule nach den Vorgaben des rumänischen Berufsbildungsgesetzes. Dieses Projekt wird vermutlich noch viel Zeit brauchen. Bereits ab Mitte 2017 wird es aber möglich sein, dass junge Menschen aus dem Dorf zur praktischen Ausbildung (Anlehre) in die Werkstatt aufgenommen werden können.

Ausführliche Informationen auf der Website der Firma:
www.my-ecoart.com